Fake News erkennen: Quelle und Inhalt prüfen
„Fake News“ wird oft für falsche oder irreführende Nachrichten verwendet. Nicht jede ungenaue Meldung wurde absichtlich erfunden. Ein einzelner Beitrag reicht selten aus, um eine Behauptung sicher zu beurteilen. Prüfen Sie wichtige Aussagen, bevor Sie sie weiterleiten.
Vier Fragen, die beim Prüfen helfen
- Wer veröffentlicht die Nachricht? Prüfen Sie, wer verantwortlich ist und ob die angegebene Quelle überprüfbar ist. Ein Impressum hilft, den Herausgeber zu finden; es beweist für sich allein nicht, dass die Nachricht stimmt. Achten Sie auf konkrete Belege und ob sie die Behauptung tatsächlich stützen.
- Wann ist die Nachricht erschienen? Ein älterer Beitrag kann erneut geteilt werden, obwohl sich die Lage inzwischen geändert hat. Prüfen Sie Datum und ursprünglichen Zusammenhang.
- Welche Belege werden genannt? Werden Dokumente, konkrete Aussagen oder überprüfbare Daten gezeigt? Oder besteht der Beitrag nur aus einer starken Behauptung?
- Berichten unabhängige Quellen dasselbe? Suchen Sie nach der wichtigsten Aussage bei mehreren voneinander unabhängigen, verlässlichen Nachrichten- oder Fachstellen.
Bilder und dringende Nachrichten
Ein echtes Foto kann aus einem ganz anderen Jahr oder Ort stammen. Prüfen Sie, ob die Bildunterschrift zum gezeigten Motiv passt und ob das Bild in einem älteren Zusammenhang auftaucht. Bei einer Nachricht, die Angst oder starken Ärger auslöst, lohnt sich eine Pause. Solche Gefühle können dazu führen, dass man schneller teilt, ohne zu prüfen.
Verlangt eine Nachricht dringend Geld, Zugangsdaten oder einen Bestätigungscode, antworten Sie nicht sofort. Kontaktieren Sie die betreffende Person oder Einrichtung über eine Telefonnummer oder Adresse, die Sie bereits kennen – nicht über die Angaben in der zweifelhaften Nachricht.
Vor dem Weiterleiten
Wenn Sie die Quelle nicht prüfen können, teilen Sie die Nachricht lieber nicht als Tatsache. Sie können auch eine sachliche Rückfrage stellen oder den Beitrag beim jeweiligen Dienst melden. Eine vorsichtige Entscheidung ist kein Fehler: Sie verhindern damit, dass eine unbestätigte Behauptung weiterverbreitet wird.
Weitere Themen zu Schutz, KI und verlässlichen Informationen finden Sie unter Sicher & informiert.